Vorgehen bei Mängeln

Bei vermuteten oder erwiesenen schwerwiegenden Mängeln oder Verstössen gegen gesetzliche Vorgaben, die UZH Minimal Standards oder andere UZH-interne Vorschriften gehen die Tierschutzbeauftragten folgendermassen vor:

  • Sie informieren umgehend die fehlbaren Personen und den zuständigen Versuchsleiter sowie Bereichsleiter. Mit der versuchsleitenden und/oder bereichsleitenden Person werden die Massnahmen zur Behebung der Mängel besprochen. Bei tierschutzrelevanten Mängeln wird auch die Dekanin bzw. der Dekan der entsprechenden Fakultät sowie der Prorektor VNW entsprechend internem Merkblatt informiert.
  • Die konkrete Vorgehensweise kann fallbedingt zusammen mit den Dekanen/Prorektor VNW und ggf. Vertretern des LASC bestimmt werden.
  • Bis zur Findung einer gütlichen Lösung können die Tierschutzbeauftragten die Abgabe von Versuchstieren für den beanstandeten Versuch verbieten oder bei Verstössen gegen das Tierschutzgesetz einen Versuchsunterbruch anordnen.
  • Wird mit den Versuchsleitenden keine Einigung erzielt oder werden vereinbarte Massnahmen nicht durchgeführt bzw. gesetzte Fristen nicht eingehalten, informieren die Tierschutzbeauftragten die Universitätsleitung. Diese Personen entscheiden - nach Anhörung der Versuchsleiter (und/oder Bereichsleiter) - über das weitere Vorgehen und informieren die Versuchsleiter, den/die Bewilligungsinhaber/in und den Direktor bzw die Direktorin des Instituts sowie die Tierschutzbeauftragten darüber.
  • Erfüllt der Versuchsleiter/die Versuchsleiterin die angeordneten Massnahmen innerhalb der gesetzten Frist nicht, oder handelt es sich um einen Verstoss gegen die Tierschutzgesetzgebung, können die Tierschutzbeauftragten den Rechtsdienst der Universität einschalten. Diese können gemäss §9 des Kantonalen Tierschutzgesetzes Meldung an das Kantonale Veterinäramt erstatten.